Ruderjugend holt vier Mal Gold und drei Mal Silber beim Bundeswettbewerb

Brandenburg. Mit vier Bundessiegen und drei Silbermedaillen kehrt die Auswahl der niedersächsischen Ruderjugend erfolgreich vom Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen zurück. Daneben gab es zahlreiche weitere gute Platzierungen und Abteilungssiege für die LRJ, die am Ende den siebten Platz in der Länderpokalwertung belegte.

Mehr als 1000 Athleten aus allen deutschen Bundesländern hatten sich am Wochenende nach Brandenburg an der Havel aufgemacht, um bei zum Teil sehr widrigen Wind- und Wetterverhältnissen um Medaillen zu kämpfen. Mit 40 Booten und 95 Sportlern stellte Niedersachsen neben Nordrhein-Westfalen und dem Land Brandenburg dabei eine der größten Mannschaften des diesjährigen Bundeswettbewerbs.

Die Langstreckenrennen über 3000 Meter fanden bereits am Freitag statt. Für das erste Ausrufezeichen des Tages sorgte dabei der Mädchen-Doppelvierer in der Altersklasse (AK) 12/13 der Humboldschule Hannover mit Freya Glenewinkel, Teresa Raschke, Finja Bleyl, Anna Schiefer und Steuerfrau Charlotte Wende. In einer Zeit von 13,45 Minuten flogen sie regelrecht über die Regattastrecke und überrundeten sogar noch den vorausfahrenden Vierer aus Potsdam. Dementsprechend ging das Boot aus der Landeshauptstadt auch als Favorit über die 1000 Meter am Sonntag an den Start. Auch hier ließen die Mädchen nichts anbrennen und fuhren souverän die zweite Goldmedaille für die niedersächsische Auswahl ein.

Noch einmal Gold gab es für Yannik Stadler vom Mündener Ruderverein im Leichtgewichts-Einer der Jungen (AK 13). Bei strömendem Regen erwischte Stadler einen guten Start und konnte sich bis zur Wendeboje gut an den vorausfahrenden Ole Hanack aus Hanau herankämpfen. In einer Zeit von 14,36 Minuten siegte der Südniedersachse am Ende vor Hanau und Essen und durfte bei der Siegerehrung am Abend die Goldmedaille in Empfang nehmen. Am Sonntag sicherte sich Stadler über 1000 Meter im ersten Lauf nochmals Silber.

Bei den 14-jährigen Leichtgewichten tat es Yannick Mauritz von der Humboldschule Hannover seinem Namensvetter gleich und gewann die Langstrecke souverän in einer Zeit von 14,06 Minuten. Am Sonntag belegte Mauritz den vierten Rang über 1000 Meter. Finja Brandt und Andra Aumann vom Emder RV holten im leichten Mädchen-Doppelzweier der AK 13/14 sowohl auf der Langstrecke als auch bei der Bundesregatta Silber. Den sechsten Platz in diesem ersten Lauf belegten Famke Janßen und Anna Oldewurtel vom Norder RC.

Die beiden Medaillenboote der AK 12/13 durften sich zudem über eine Einladung zum Jungen und Mädchen-Lehrgang der Deutschen Ruderjugend nach Berlin-Grünau freuen, während die drei erfolgreichen Sportler der AK 13/14 ihren Lehrgang in den Herbstferien an der Ruderakademie in Ratzeburg absolvieren werden.

Warum es beim „BW“ keine Bronzemedaillen gibt, werden sich Lisanne Wehde (Humboldschule Hannover) und Johanna von Wasielewski (DRC Hannover) gefragt haben. Im leichten Mädchen-Einer der AK 13 fuhr Wehde bei der Langstrecke auf den dritten Platz vor Wasielewski, die am Sonntag kurzerhand den Spieß umdrehte und über 1000 Meter auf den Bronzerang vor Wehde ruderte. Daneben fuhren vier weitere Boote in die ersten Läufe der Bundesregatta.

Roland Schreiber, Vorsitzender der niedersächsischen Ruderjugend, zeigte sich dennoch nicht vollends zufrieden: „Sportlich ist das Ergebnis durchwachsen. Die Langstrecke war gut, bei der Kurzstrecke ist das Ergebnis etwas schlechter ausgefallen und beim Zusatzwettbewerb ist auf jeden noch viel Luft nach oben“, sagte Schreiber, der damit auf auf den zwölften Platz für Niedersachsen in der Gesamtwertung des allgemeinen Sportwettkampfes anspielt.

Foto: Marcel Kipke 

Facebook

Get the Facebook Likebox Slider Pro for WordPress