Jahresrückblick 2012

Liebe Ruderfreunde, auch in diesem Jahr gilt es, am Jahresende  einmal Bilanz zu ziehen. Im Jahr 2012 gab es wieder viele Erfolge und eine gute Verbandsarbeit. Verbandsarbeit: Der Entwicklungsprozess hat uns Wege aufgezeigt, unsere Verbandsführung zu optimieren. Im vergangenen Jahr haben wir begonnen, eine neue Satzung, die dann auch alle Neuerungen hinsichtlich der steuerrechtlichen, sportpolitischen und verwaltungsrechtlichen Anforderungen entspricht, zu erstellen. Rüdiger Schlünzen hat einen ersten Entwurf zur Satzung erarbeitet, den wir anlässlich des Landesrudertages und der Vorsitzendentagung in Verden vorgestellt haben. Die Satzungskommission mit Rüdiger Schlünzen, Jürgen Dabrath, Harald Hemken und Udo Burmester hat sehr gute Arbeit geleistet und diesen Entwurf weiter gestaltet. Beschließen wollen wir diese Satzung anlässlich des nächsten Rudertages im Jahr 2013. Ein weiteres Ziel unserer Verbandsarbeit ist die finanzielle Absicherung des Verbandes. Zurzeit sind wir einer der wenigen Landesruderverbände, in dem die gesamte Verbandsarbeit ehrenamtlich erledigt wird. Wir sind mit fast 10.000 Mitgliedern an dritter Stelle im Bundesgebiet. Mit der Beitragsanpassung haben wir eine höhere Eigenfinanzierungsrate unseren Fördermittel gegenübergestellt. Die ist vom LSB bei den Verhandlungen über die Förderquote für die nächsten vier Jahre ab dem Jahr 2013 durchaus positiv bewertet worden. Immerhin konnten Fördermittel für eine weitere Landestrainerstelle in Höhe von 48.000 Euro eingeworben werden. Mit einem Umsatz von bis zu 250.000 Euro im Jahr werden alle finanziellen Vorgänge, wie z. B. Zahlung von zwei Trainergehältern, Lehrgängen, Teilnahmen an Bundeswettbewerben, allein 35.000 Euro für Leistungssportaktivitäten allesamt ehrenamtlich von Elke Proksch- Boller bearbeitet. Fast ein Fulltimejob. Die Geschäftsstelle wird vom Vorsitzenden mit großer Unterstützung des Schriftwartes geleitet, die Aufgabenvielfalt ist enorm. Der Vorstand hat sich für ein neues Logo entschieden, weil es im Gegensatz zum Niedersachsenwappen einen Ruderer zeigt und somit ist eine Verbindung zu unserer Sportart im Logo ausgedrückt wird. Diese Entscheidung war, wie ich einigen Reaktionen entnehmen konnte, nicht unumstritten, aber ich denke, wir müssen in unserem Logo einen für eine breite Öffentlichkeit verständliches Symbol führen. Ein LRVN mit einem Pferd im Logo lässt nun doch eher auf einen Reiterverband, als auf einen Ruderverband schließen. Mit Marcus Strunk haben wir einen neuen Mitstreiter gefunden, der nach und nach das Lehrgangswesen übernehmen wird. Zunächst versuchen wir, mit Lehrgangsleitungen und Lehrkräften anderer Verbände eine Fachübungsleiterausbildung für 2013 aufzubauen. Mit Hans-Jörg Sehrbrock ist ein weiterer neuer Mitstreiter für den Leistungssportbereich im Vorstand aktiv. Da unser Leistungssportwart Kai Botschek kurzfristig aus beruflichen Gründen einige Aufgaben abgeben musste, hat sich Hans-Jörg Sehrbrock bereit erklärt, die Führung der Landestrainer und ihre Einsätze zu koordinieren und zu betreuen. Offen ist immer noch die Position der Frauenwartin. Leistungssport: Gleich zum Jahresanfang war der Niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann unser Gast im Bundesstützpunkt Rudern in Hannover. Wir konnten unserem Minister für Sport zeigen, dass wir eine sehr gute Infrastruktur und ein hervorragendes Ruderrevier haben. Auch konnten wir uns beim Innenminister direkt für die vielfältige Unterstützung, insbesondere für die Leistungssport-Förderung, bedanken. Mehre niedersächsische Athleten haben sich um einen Platz in einem Boot für London beworben. Kathrin Thiem vom Hannoverschen RC konnte mit dem Frauen-Achter den zweiten Platz bei der Qualifikationsregatta in Luzern belegen und sich somit die Teilnahme an den Olympischen Spielen sichern. Im Nachwuchsbereich vertraten erfolgreich viele junge Sportlerinnen und Sportler auf nationalen und internationalen Regatten und Meisterschaften die niedersächsischen Vereine und den Verband. Dabei hat es sich positiv ausgewirkt, dass bei den Juniorinnen und Junioren auf Landesebene eine Zusammenführung über die Landesruderstützpunkte erfolgt. Die Führung und Beratung durch einen Landestrainer hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass passende und damit erfolgreiche Mannschaften gebildet wurden. Die Trainingsmöglichkeiten am Bundesstützpunkt und Landes-Leistungszentrum Rudern in Hannover konnten aufgrund einer enormen finanziellen Unterstützung der Niedersächsischen Lotto-Toto-Stiftung ausgebaut werden. Zwei neue Ruderboote und zwei neue Trainingskatamarane wurden im Rahmen des geförderten Projekts „Stärkung des Ruderstandorts Niedersachsen“ angeschafft. Getauft wurden die Boote vom LSB Direktor und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Reinhard Rawe sowie dem  Geschäftsführer der Stiftung Dr. Sønke Burmeister. Für den LRVN taufte Dr. Dag Danzglok den neuen Katamaran. Darüber hinaus wurde von der Stiftung das Projekt zur Förderung des Juniorinnenruderns mit finanziert. Vielen wird bekannt sein, dass es ziemliche Nachwuchsprobleme im Frauen-Riemen Bereich gibt. Daher sind wir Landesverbände aufgefordert, im Zuge unserer Nachwuchsarbeit junge Talente an diesen Bereich heranzuführen. Im Stützpunkt Oldenburg gelingt dies zurzeit sehr gut, so dass wir Niedersachsen auch auf diesem Gebiet gut aufgestellt sind. Indoor-Rudern, auch das wird vom LRVN gefördert. Mit dem Talente-Cup und der Landesmeisterschaft haben wir ein zusätzliches Talentfindungssystem eingeführt. In Osnabrück, Hannover, Wolfsburg und Emden konnten auch im letzten Winter die jungen Talente antreten und sich für Landesprojekte anbieten. An dieser Stelle allen Mitwirkenden und vor Allem dem Erfinder des Talente-Cup Tobias Rahenkamp ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung des Projektes. Für die Ruderjungend Niedersachsen war der 44. Bundeswettbewerb außerordentlich erfolgreich. Gestartet mit 97 Teilnehmern und betreut von 29 Trainern konnte sich Niedersachsen auf den dritten Platz der Gesamtwertung kämpfen. Das war absolut überraschend, denn die letzten Jahre lagen wir eher auf den Plätzen 8 oder 9. Letztes Jahr erreichten wir allerdings schon Platz 5 und aus der Sicht diesen Jahres, zeigte sich damit schon eine Tendenz nach oben. Aber für dieses Jahr hatten wir keine Steigerung erwartet, denn auf dem Landesentscheid in Wilhelmshaven waren die Rennen im Wesentlichen nur mit zwei Booten besetzt. Da wir pro Rennen zwei Boote auf den Bundeswettbewerb schicken können, ergab sich die niedersächsische Meldung fast direkt aus dem Meldeergebnis des Landesentscheids. Mit entscheidend für den Erfolg auf dem BW war aber auch die große Mannschaft, die wir melden konnten. Mit 97 Jungen und Mädchen sind wir sehr nah an die maximale Mannschaftsstärke von 108 Teilnehmern gekommen. In dieser Stärke kam nur Nordrhein-Westfalen nach Wolfsburg. Breitensport: Landesruderverband, das ist nicht nur Leistungssport. Nein, wir haben eine sehr große Gemeinschaft im Wanderrudern. Mit über hundert Meldungen haben die Ruderfreunde aus Münden ein hervorragendes Wanderrudertreffen für uns Ruderer aus Niedersachsen organisiert. Dank an das Organisationsteam! Lehrgangswesen: Mit Skilanglauflehrgängen im Harz, vielen Fahrtenleiter- und Stegausbilderlehrgängen sowie der Trainer-C Fortbildung bietet der LRVN ein breites Band an Ausbildungsmöglichkeiten an. Hier wird unendlich viel ehrenamtliche Arbeit geleistet, die so manche Mitstreiterin und Mitstreiter an die Grenze des Machbaren führt. Ihnen allen sei gedankt für diesen Einsatz. Regattawesen: Niedersachsen ist auch Regattaland. Mit dem 44. Bundeswettbewerb in Wolfsburg haben die Organisatoren dies hervorragend unter Beweis gestellt. Das Regattateam und eine große Anzahl von jungen Helferinnen und Helfern leisteten in Wolfsburg einen Top Job. In Niedersachsen gibt viele Veranstaltungen, wie z. B. die Sprint- und der Landesmeisterschaft, den Landesentscheid im Mädchen- und Jungenrudern sowie  viele Schülerregatten, die Regatten in Otterndorf und Leer und Wolfsburg, Einladungs- und Vereinsregatten. Mit dieser Vielfalt an Regatten sind niedersächsische Regattaveranstalter ein guter Partner im bundesdeutschen Regattasport. Ausblick: Im nächsten Jahr geht es in den südwestlichen Zipfel von Niedersachsen. der Osnabrücker Ruder Verein e. V. wird 100 Jahre alt und nimmt dies zum Anlass, den Landesrudertag am 2. März 2013 auszurichten. Das Wanderrudertreffen wird in Hamburg stattfinden. Abschließend möchte ich mich bei allen Vorstandsmitgliedern, Trainern und Helfern für die im Jahr 2012 geleistete Arbeit bedanken. Ich wünsche Ihnen und Euch ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für die Saison 2013. Ich würde mich freuen, wenn wir uns zum Landesrudertag am 2. März 2013 um 10:30 Uhr in großer Runde zu den wichtigen Beratungen treffen würden. Ihr und Euer Reinhard Krüger

Kommentieren

Zum kommentieren bitte einloggen.

Facebook

Get the Facebook Likebox Slider Pro for WordPress