Silber und Bronze für niedersächsische Nachwuchsruderer

Trakai/ Plovdiv. Die niedersächsischen Nachwuchsruderer kehren mit zwei Medaillen von den U19- und U23-Weltmeisterschaften wieder, die vom 2. bis 6. August in Trakai (Litauen) und 19. bis 23. Juli im bulgarischen Plovdiv ausgetragen wurden.

Gleich fünf Niedersachsen hatten den Sprung in die deutsche U19-Auswahl der neuen Junioren-Bundestrainerin Sabine Tschäge geschafft. Bereits am ersten Wettkampftag setzte Julia Engelbart (RV ARGO Aurich) im Rennen der Ersatzleute ein erstes Ausrufezeichen und siegte zusammen mit ihrer Partnerin Emma Appel aus Ratzeburg deutlich vor der Konkurrenz. Malte Engelbracht (DRC Hannover) verpasste die Medaillenränge nur knapp und belegte mit dem deutschen Doppelvierer den vierten Platz hinter der Schweiz, Großbritannien und Italien. Silber gab es am Ende für den deutschen Juniorinnen-Achter mit Patricia Schwarzhuber (Oldenburger RV), Leonie Heuer, Inke Buse (beide RV Leer) und ihren Partnerinnen aus Berlin, Lübeck, Potsdam, Krefeld und Waltrop. In einem packendem Finale lieferte sich der deutsche Achter über die gesamte 2000-Meter-Strecke einen spannenden Bord-an-Bord-Kampf mit dem Boot aus Tschechien, den die Tschechinnen am Ende mit nur 0,43 Sekunden für sich entschieden. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Bootstrainer Peter Eiben (Leer), der Heuer und Buse im Mai schon bei den U19-Europameisterschaften in Krefeld im Vierer ohne Steuerfrau zu Silber geführt hatte.

Bereits zwei Wochen zuvor hatte sich die Weltelite der U23-Ruderer im 1.400 Kilometer südlich gelegenen bulgarischen Plovdiv getroffen. Auch hier hatten mit Pia Greiten, Paul Seiters, Marcel Teckemeyer (alle Osnabrücker RV), Paul Peter (DRC Hannover) und Ersatzfrau Frauke Lange (Hannoverscher RC) fünf Niedersachsen ein WM-Ticket gelöst. Im Vierer mit Steuermann war für Seiters und Teckemeyer bei ihrer WM-Premiere jedoch bereits im Hoffnungslauf Schluss. Auch für Bugmann Paul Peter lief es mit dem deutschen Doppelvierer alles andere als optimal. Geschwächt durch einen Magen-Darm-Virus verpasste das Boot den Einzug ins A-Finale und belegte am Ende den vierten Platz im kleinen Finale. Pia Greiten gewann mit dem Frauen-Doppelvierer eine von drei deutschen Bronzemedaillen hinter Großbritannien und Australien und sorgte damit für einen versöhnlichen Abschluss aus niedersächsischer Sicht.

U23-Bundestrainerin Brigitte Bielig kommentierte das durchwachsene Abschneiden der sonst so erfolgsverwöhnten deutschen Flotte wie folgt: „Wir sind mit relativ jungen Athleten als Mannschaft angetreten. Zwölf Aktive aus dem U23-Bereich werden dieses Jahr im A-Bereich eingesetzt.“ Darunter sind mit Frauke Hundeling und Carlotta Nwajide (beide DRC Hannover) gleich zwei Hannoveranerinnen, die zusammen mit Marie-Cathérine Arnold (HRC Hannover) und Julius Peschel (DRC) vom 29. September bis 1. Oktober die niedersächsischen Farben bei der A-WM in Florida vertreten werden.

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