Messtechnikertreffen am 16.02.12 in Hannover

Das 4. Messtechnikertreffen für Rudern fand in diesem Jahr in den Räumlichkeiten des Olympiastützpunktes Niedersachsen in Hannover statt und wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Mattes (Universität Hamburg) zusammen mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) am Donnerstag, den 16. Februar durchgeführt. Die Lage des OSP Niedersachsen eignet sich hervorragend für das Treffen, da es für alle Teilnehmer gut zu erreichen ist. Zudem bieten die Räumlichkeiten alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung und die Verpflegung in der Mensa des benachbarten Landessportbundes Niedersachsen war reichhaltig und hervorragend. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich quasi auf demselben Grundstück und sind fußläufig zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Geschäftsstelle des DRV. Das Treffen war hervorragend organisiert von Tobias Rahenkamp unter Mithilfe von Lorenz Quentin. Insgesamt nahmen 19 Teilnehmer als Vertreter der verschiedenen Olympia- und Bundesstützpunkte sowie ein Gast am gemeinsamen Erfahrungsaustausch teil. Der DRV wurde durch Martin Behncke vertreten, der zumindest am Vormittag am Treffen teilnahm. Neu dabei war der Olympiastützpunkt Mecklenburg-Vorpommern (Standort Rostock). Das nächste Messtechnikertreffen wird wieder im Herbst aber erst im Jahr 2013 stattfinden, da ein weiterer Termin in diesem (Olympia-)Jahr allgemein als nicht sinnvoll eingeschätzt wurde. Inhaltlich berichtete die FES im ersten Teil über den Stand der Sensorentwicklung zur Stemmbrettkraftmessung links/rechts getrennt und gab Informationen zum Entwicklungsstand des MMS 2012 sowie von Neuerungen in der Auswertesoftware des MMS 2010 und des PCS-Trainer (Onlinedarstellung). Im zweiten Teil wurden Informationen zur Messung der Bootsbewegung mit dem Trainingsmesssystem X-ROW gegeben und die Zusammenhänge zwischen der Bootsbewegung und dem Wasserwiderstand auf der Basis der Forschungsmessfahrten mit X-ROW und iTraceRT einem neuen Messsystem zur Erfassung der Hub-/Tauchbewegung dargestellt. Anschließend wurde sich kurz über das Leitbild der Rudertechnik im DRV ausgetauscht und Herr Prof. Mattes gab Erläuterungen zur Rudertechnik. Nach der Mittagspause berichtete die Uni Hamburg über das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) finanziell unterstützte Projekt Tangentiales Ziehen und den ersten Einsatz des neuen Messsystems X-ROW zur Messung der Bootsbewegung (Rollen, Gieren und Stampfen) das in diesem Jahr von der FES regelmäßig eingesetzt werden soll sowie über die Erfahrungen des Einsatzes vom Mess- und Analysesystem Accrow während Trainingslagern, der UWV der Nationalmannschaft sowie bei Regatten (national und beim Weltcup in Hamburg) und während der Vorläufe der Juniorennationalmannschaft bei der WM 2011 in Eton, England. Zudem wurde über Erfahrungen mit Accrow-Live, der Weiterentwicklung von Accrow, berichtet, die es ermöglicht, die aktuellen Messdaten online zum Trainer ins Begleitboot auf ein Netbook zu übertragen. Das Gerät kann gemietet und gekauft werden. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.accrow.de. Weiterhin berichtete die Uni Hamburg über die Sonifikation (allgemein) und die Ergebnisse des ersten Einsatzes von Sofirow in der UWV der Juniorennationalmannschaft 2009 in Berlin sowie über den Folge Einsatz 2011 (Projektphase II) während der UWV der Senioren, U23 und Handicaps in Ratzeburg und der Junioren in Berlin. Die Sonifikation ist im Olympiajahr fester Bestandteil in der Trainingsvorbereitung der Nationalmannschaft. Anschließend stellte der Gast Johannes Rudolf das Programm „Rowmotion“ vor, das auf Macbasis die Beschleunigung und Geschwindigkeit des Bootes sowie die Schlagfrequenz auf einem iPhone, iPod und iPad zur Ergänzung im täglichen Training anzeigt. Im ersten Teil der Diskussionsrunde wurden die Probleme mit dem Messsystem im großen Rahmen besprochen und die Aufgaben für das Olympiajahr und Nacholympische Jahr festgelegt sowie die Vorbereitung des DRV Ergometer Wettkampftests am 30.u.31.März 2012 besprochen. Der zweite Teil der Diskussionsrunde fand aufgeteilt in Kleingruppen im bilateralen Austausch statt. Nach der Verabschiedung der Teilnehmer ohne Übernachtung wurde das Abendessen gemeinsam in der Mensa des LSB eingenommen und sich vor Beginn des Abendprogramms an der Bar des Bistros auf den Abend eingestimmt. Geplant war eine Führung durch das neue Rathaus mit anschließendem Kneipenbesuch in der Altstadt. Mit zweimal Fahren bot sich Lorenz Quentin freundlicherweise als Chauffeur an. Da aber das eigentliche Spektakel des Abends direkt vor der Tür im Fußballstadion von Hannover 96 stattfand, die an diesem Abend im Rahmen der Europa-League gegen den FC Brügge antraten, war es aufgrund des Polizeiaufmarsches und den Straßensperrungen nur der der ersten Fuhre möglich, das Rathaus zu besichtigen. Die zurückgebliebenen machten es sich wieder im Bistro gemütlich und setzten dort den Austausch weiter fort. Gemeinsam mit den Rathaus-Rückkehrern wurde der Abend in gemütlicher Runde bis zum Rauswurf durch die Bistro-Dame begangen. Die beiden „alten Hasen“ Joachim Fischer (OSP Berlin) und Lothar Trawiel nutzten die Gelegenheit, um sich von den Messtechnikern zu Verabschieden, da sie bei dem nächsten Treffen 2013 nicht mehr dabei sein werden. Insgesamt zeigte das Treffen wieder bei allen Teilnehmern eine positive Resonanz und wurde als weiterbringende Veranstaltung empfunden, die im nächsten Jahr in der Hauptstadt bei der FES weitergeführt wird. Prof. Dr. Klaus Mattes und Dr. Nina Schaffert

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