Regatta-Rundkurs mitten in der Stadt

Ruderer und Drachenboote gingen bei der „1. Emder Runde” auf den städtischen Kanälen an den Start. Lautes Trommeln und Mitzählen der Schläge oder leises Dahingleiten: Die neue Wassersportveranstaltung „Emder Runde” hat am 22. September für viel Aufsehen auf und an den Kanälen am Wall und in der Innenstadt gesorgt. Egal ob am Start-/Ziel-Bereich am Gelände des Emder Segelvereins (ESV), am Wasserturm oder bei der Kunsthalle – an vielen Stellen blieben immer wieder Schaulustige stehen, sahen den Ruderern und Drachenboot-Sportlern auf ihrer 3,6 Kilometer langen Fahrt zu. Und die hatte es in sich: Zahlreiche Kurven und einige Spitzkehren, schmale Durchfahrten und nicht zuletzt die Länge der Strecke forderten den Teilnehmern alles ab. Die Glocke im Ziel (ESV/ WVE) wurde für den ein oder anderen zur Erlösung. „Das ist hier sozusagen das Monte Carlo des Wassersports”, sagte Volker Janssen vom Drachenboot-Team Ostfriesland in Anlehnung an die Formel1-Rennstrecke in Monaco. Den Emder Drachenboot-Experten Holger Visser (ERV) erinnerte die Strecke gar an die legendäre Nordschleife („Grüne Hölle”) des Nürburgrings. Während man dort überholen darf, war das am Sonnabend in Emden verboten. Die Teams starteten darum im Abstand von fünf Minuten. „Das kann ‚was werden mit dieser Veranstaltung. Vielleicht können wir sie nächstes Jahr schon weiter ausbauen”, sagte der Vorsitzende des Emder Rudervereins (ERV), Jan Bleeker zufrieden, nachdem er die 3,6 Kilometer selbst gerade gerudert war. Der ERV zeichnet in Kooperation mit dem Emder Kanu-Club (EKC) und unter Mithilfe des ESV und des Wassersportvereins Emden für die Veranstaltung verantwortlich. Die Ruderer starteten alle in Doppel-Vierern mit Steuermann. „Das ist ganz interessant zu fahren. Nach den Kurven ziehst du wieder an mit einem kleinen Sprint. Das bringt Abwechslung und macht die Sache spannend, fand ERV-Ruderer Maxim Kahlert. Eine besondere Herausforderung seien die schmalen Brücken-Durchfahrten am Ende gewesen, unter anderem auf Höhe des Apollo-Kinos. An diesen Stellen mussten die Ruderer ihre Skulls lang machen, damit sie nicht die Mauern links und rechts berührten. Da unter den Brücken deshalb keine Fahrt gemacht werden konnte, hieß es vorher ordentlich Schwung aufnehmen. Auch diese Manöver machten die Rennen gegen die Uhr so spannend. (…) Zusätzlich sicherten Streckenposten an verschiedenen Punkten die Fahrbahn, hielten per Funk Kontakt mit der Regatta-Leitung und nahmen die Zwischenzeiten. Hier und da wollte ein Motorboot die Strecke passieren, was dann per Mikro- oder Megaphon-Ansage unterbunden wurde. Am Ende lief aber alles glatt. Quelle: Emder Zeitung, Artikel von  Lars Möller

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