Bronze für Julius Peschel

Sarasota. Mit einer Bronzemedaille, zwei Finalteilnahmen und einem zehnten Platz kehren die vier niedersächsischen Athleten erfolgreich von den Ruder-Weltmeisterschaften in Florida wieder.

Julius Peschel vom Deutschen Ruder-Club Hannover (DRC) fuhr mit dem deutschen Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann zu Bronze hinter Italien und Russland. Nach den ersten 500 Metern hatte sich das deutsche Quartett hinter den Booten aus Italien und China eingeordnet. Auf der zweiten Teilstrecke konnten die Italiener, die diese Bootsklasse in dieser Saison dominierten, bereits eine Bootslänge Vorsprung rausfahren, gefolgt von Russland, China und Deutschland. Im Endspurt kam es dann zu einem spannenden Dreikampf um Silber und Bronze. Die Jungs um Peschel bewahrten einen kühlen Kopf, überholten kurz vor dem Ziel noch das Boot aus China und gewannen damit verdient Bronze. „Wir haben mit allem gerechnet, wir wussten, dass die Chinesen nochmal schneller als im Vorlauf fahren können. Wir haben immer dran geglaubt, dass wir es auf den letzten 500 Metern noch packen. Die Russen waren heute noch einen Tick schneller, aber damit können wir leben“, sagte Julius Peschel nach dem Rennen.

Nicht ganz zu Bronze reichte es hingegen für Frauke Hundeling (DRC), die mit dem Frauen-Doppelvierer ganz knapp die Medaillenränge verpasste und am Ende Rang vier belegte. „Das war ein gutes Rennen, wir haben vom ersten Schlag an alles gegeben und waren fokussiert, unseren Plan umzusetzen. Wir wollten bis zur 1000-Meter-Marke an den Australierinnen vorbei, das hat leider erst später geklappt. Jetzt wird es etwas dauern, das zu verarbeiten, aber wir haben das Bestmögliche gegeben“, bilanzierte Hundeling

Für die Überraschung der WM sorgte die Cellerin Melanie Hansen mit ihrer Mainzer Zweierpartnerin Lea-Kathleen Kühne. Obwohl Hansen geschwächt durch eine Infektion nach Florida gereist war, löste das Duo souverän das Finalticket. Erst dort musste das Boot der Krankheit Tribut zollen und lag bereits bei 500 Metern über eine Bootslänge hinter der Konkurrenz zurück, so dass am Ende nicht mehr als Rang sechs drin war. Dennoch überwog am Ende die Freude über den Finaleinzug, der für einen echten Lichtblick im sonst so viel gescholtenen deutschen Frauen-Riemenbereich sorgte.

Nicht ganz für das große Finale reichte es hingegen für Carlotta Nwajide (DRC), die bei ihrer ersten A-WM im Frauen-Doppelzweier zusammen mit ihrer Rostocker Partnerin den vierten Platz im kleinen Finale und damit den zehnten Platz in der Gesamtwertung belegte. Als Ersatzleute waren zudem Marie-Catherine Arnold (Hannoverscher RC) und Samuel Tieben (SV Scharnebeck) mit dabei.

Foto: Der deutsche Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann (LM4-) mit dem Hannoveraner Julius Puschel (2. v.l.) gewann in Florida die Bronzemedaille. Foto: DRV/Seyb

Facebook

Get the Facebook Likebox Slider Pro for WordPress