, LRVN - Stellv. Vorsitzender (Schlünzen Rüdiger)

Top-Ruderer beim diesjährigen Row and Run in Sehnde

Bereits zum vierten Mal lud der Ruderverein für das Große Freie Lehrte/Sehnde (RGF) zum Row & Run nach Sehnde ein.

Nachdem das Orgateam des RGF am Freitagabend im Gymnastikraum und Sporttheorieraum im Sportzentrum Sehnde die Ruderergometer und die Verpflegungsstation aufbaute, hieß es am Samstagvormittag um 10 Uhr dann „Ready! Set! Go!“. In 16 verschiedenen Rennen lieferten sich 49 Athleten und Athletinnen (bisheriger TeilnehmerInnenrekord) von vier verschiedenen Rudervereinen spannende Duelle.
Doch was genau ist eigentlich ein „Row & Run“? Wie der Name schon sagt, ist es eine Mischung aus Rudern und Laufen, ein Duathlon. Zuerst wird eine bestimmte Strecke auf dem Ruderergometer gerudert (je nach Altersklasse zwischen 500m und 2000m) und nach ca. zwei Stunden Pause wird dann eine Laufstrecke absolviert (ebenfalls abhängig von der Altersklasse zwischen 800m und 3000m). Anschließend werden die beiden Zielzeiten addiert und die Person, die die niedrigste Gesamtzeit hat, darf sich Gesamtsieger nennen.

Die jüngsten Starter und Starterinnen (Jahrgang 2014 und jünger) gingen über 500m auf dem Ruderergometer und 800m auf der neuen Tartanbahn gegenüber des Sportzentrums an den Start. Oskar Hejpeter vom Hildesheimer Ruder-Club konnte sich gegen zwei weitere Hildesheimer, einen RGFler und einen Braunschweiger durchsetzen und festigte durch das anschließende Laufen den ersten Platz. Bei den jüngsten Mädels war es etwas aufregender: Während der RGF auf dem Ergo einen Doppelsieg durch Rike Schuchardt und Martha Lahmann erreichte, konnte sich Friederike Malek (Bückeburger Ruderverein) mit einem zweiten Platz beim Laufen auf Platz eins katapultieren und somit den Gesamtsieg sichern. Bei den Jungen Jahrgang 2012/2013 siegte über jeweils 1000m Jan Dreßel aus Bückeburg, bei den Mädchen in dieser Altersklasse siegt Edda von der Haar vom RGF.
In den Rennen der B-Junioren und Juniorinnen (Jahrgang 2010/2011) und dem der A-Junioren und A-Juniorinnen (Jahrgang 2008/2009), konnten jeweils RGFler überzeugen. Jan Kolle und Inga Wiekenberg setzten sich von ihren KontrahentInnen auf der 1500m Ergostrecke und 3000m Laufstrecke gut ab. Auch Malte Kotter, welcher im Sommer 2025 auf den Deutschen Meisterschaften U17 Vizemeister im Achter wurde, hatte auf der 2000m-Distanz auf dem Ergo und der 3000m-Laufstrecke deutlichen Abstand zu seinem Gegner und siegt somit ebenfalls. Im Rennen acht, den A-Juniorinnen, siegte Pauline Offe, die einzige Starterin ohne Rudervereinszugehörigkeit in einer sehr beachtlichen Gesamtzeit.
In den Rennen der Männer und Frauen ab Jahrgang 2007 (2000m Rudern und 3000m Laufen) starteten dann echte Rudergrößen. Im größten Starterfeld der Veranstaltung startete Florian Schulze (Jahrgang 2007) vom Hildesheimer Ruder-Club, amtierender U19 Weltmeister im Doppel-Vierer. Wie zu erwarten ruderte er sich mit 6:32 Minuten auf den ersten Platz mit einem Abstand von zehn Sekunden zu Jonas Vierke vom RGF. Beim Laufen wurde es ein wenig spannender. Da beim Laufen sowohl die Frauen als auch die Männer gleichzeitig starteten, setzten sich die schnellsten drei LäuferInnen gleich vorne ab. Johanna Reichardt (Jahrgang 1997) aus Bückeburg, welche in der Vergangenheit ebenfalls bereits mehrfach erfolgreich bei Europa- und Weltmeisterschaften für den Deutschen Ruderkader startete, führte gemeinsam mit Sean Hempel vom RGF das Rennen an. Die ersten 2200m hielt Schulze das Tempo, fiel dann allerdings ein wenig ab. Hempel lief in 10:45 Minuten und Reichardt in 10:51 Minuten ins Ziel. Auch wenn Schulze 16 Sekunden später ins Ziel kam, reichte es für ihn für den Gesamtsieg bei den Männern, da zwischen ihm und Hempel auf dem Ergo mehr als 50 Sekunden Abstand lagen. Reichardt setzte mit ihrer Laufzeit ein Ausrufezeichen und kam mehrere Minuten vor ihren drei Konkurrentinnen vom RGF ins Ziel. Da sie auch auf dem Ergo am Vormittag bereits deutlich siegte, konnte sie sich über den Gesamtsieg freuen.
Bei den Männern 46 Jahre und älter siegte Denis Piper für den RGF gegen zwei andere Starter aus Braunschweig und Sehnde über jeweils 1000m.
Mit sieben Gesamtsiegen für den RGF und einer Menge Spaß ging es Samstagnachmittag wieder an den Abbau. Alle waren sich einig, dass das Event auch 2027 wieder stattfinden soll und gerade bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen, die das Training auf dem Mittellandkanal wegen Eisgang nicht ermöglichen, eine tolle Abwechslung bietet.

Hempel/Kotter