Ukrainische U19-Nationalmannschaft in Hannover

Oberbürgermeister empfängt Ukrainische U19-Nationalmannschaft im Neuen Rathaus

Im wohl sportlichsten Saal des Neuen Rathauses empfing Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay vergangenen Mittwoch die vor dem Krieg geflüchtete ukrainische U19-Ruder-Nationalmannschaft. Der Hodlersaal, 1950 Gründungsstätte des heutigen Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB und Tagungsort des städtischen Sportausschusses, bildete die Kulisse für die Begrüßung der 29-köpfigen Delegation aus der Ukraine.

Foto: Marcel Kipke

Das Stadtoberhaupt hieß die Gäste aus Osteuropa mit den folgenden Worten willkommen: „Die Menschen in Hannover können anhand der Fernsehbilder nur ahnen, welches Leid und welche Zerstörung der Krieg in ihrer Heimat anrichtet“, so Onay. „Aber Ich möchte ihnen versichern, dass die Hannoveranerinnen solidarisch an ihrer Seite stehen“. Der Oberbürgermeister dankte dem Deutschen Ruderverband (DRV), dem Landesruderverband Niedersachsen (LRVN), dem Olympiastützpunkt (OSP) sowie den hannoverschen Rudervereinen DRC, HRC und Rugm. Angaria und den zahlreichen Ehrenamtlichen in den Vereinen für die Aufnahme der Mannschaft, die Gastfreundschaft sowie der Unterstützung des Teams. Gerichtet an die Ukrainer sagte Onay: „Sie haben große sportliche Ziele: Sie wollen im Mai die Farben der Ukraine bei den Europameisterschaften vertreten. Dafür wünsche ich Ihnen schon jetzt viel Erfolg und viel Glück!“. Und weiter: „Ihnen und allen Menschen in der Ukraine wünsche ich Frieden“, so der Oberbürgermeister. DRV-Sportdirektor Mario Woldt dankte in seiner kurzen Replik der Landeshauptstadt Hannover für die unbürokratische und unkomplizierte Hilfe bei der Aufnahme der Mannschaft, die in der Jugendherberge untergekommen ist. Die Generalsekretärin der ukrainischen Mannschaft, Iryna Dotsenko, dankte für das „Bootsmaterial auf Weltklasse-Niveau“, das den ukrainischen Ruderinnen von den hannoverschen Vereinen zur Verfügung gestellt wurde und die herzliche Aufnahme. Sie hob hervor, dass einige der Jugendlichen in den vergangenen Wochen durch den Krieg schlimmste Erfahrungen machen mussten. Einige der 24 Sportlerinnen hätten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar ihre Eltern verloren, ein Ruderer habe vor seiner Flucht vier Tage aus Angst vor Bombenangriffen in einem Keller verbracht. Im Anschluss an den offiziellen Teil und einem Fotoshooting auf der pittoresken Rathaustreppe gab es bei einem Imbiss noch die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch und zum Smalltalk zwischen den Ukrainerinnen, den Vertreter*Innen der Rudervereine- und Verbände, dem Oberbürgermeister sowie der Vorsitzenden des städtischen Sportausschusses, Kerstin Klebe-Politze, der städtischen Sportdezernentin Konstanze Beckedorf sowie die städtischen Ukraine-Beauftragten Peter Lüders.

Christian Held

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